Die Universitätsstadt Marburg ist in Mittelhessen idyllisch an der Lahn gelegen. Ihre lange Tradition spiegelt sich vor allem im Kernstadtbereich mit den liebevoll sanierten Fachwerkgebäuden und historischen Bauten der Stadt und der alten Universität wider.
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Die Oberstadt - Marburgs historische Altstadt
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 Auf heimlichen Treppen und Stufen.. "Am Berge ihr lauschen Fleckchen, ihr Giebel versonnen, verträumt! Leis murmelt der Brunnen am Eckchen, vom Schimmer des Mondlichts umsäumt; auf heimlichen Treppen und Stufen, auf Turm und Gemäuer es ruht ...Ich mußt in die Maiennacht rufen: Alt-Marburg, wie bin ich dir gut!" So lautet eine Strophe des Alt-Marburg Liedes von Otto Janson aus dem Jahre 1927 und beschreibt die Marburger Altstadt, die wegen ihrer hohen Lage am Schloßberg "Oberstadt" genannt wird, damit sehr treffend.
Die historische Altstadt am Fuße des Marburger Landgrafenschlosses zählt zu den schönsten Deutschlands - nicht zuletzt, weil die Fachwerkhäuser und Steinbauten seit über zehn Jahren Stück für Stück saniert werden.
In der fast autofreien Altstadt wechseln sich enge Gässchen mit den etwas breiteren Hauptadern Steinweg und Barfüßergasse ab, die am Marktplatz münden und an derem Fuße der schwere Steinbau des Rathauses thront, an dessen linker Seite unsere Ratsschänke als denkmalgeschütztes Fachwerkhaus steht.
Ein Besuch lohnt sich, denn in der Oberstadt laden viele kleine Geschäfte, Cafés und Boutiquen zum Bummeln, Sightseeing und Verweilen ein. |
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Elisabethkirche - Meisterwerk der deutschen Frühgotik
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 Elisabethkirche Marburg - Foto: Jennifer Boyer Dem Deutschhausorden ist es zu verdanken, daß in Marburg diese Kirche als ältester, gotischer Kirchbau in Deutschland steht und übrigens als Vorbild für den Kölner Dom fungierte. Baubeginn war 1235, dem Jahr der Heiligsprechnung von Elisabeth von Thüringen. Die Fertigstellung dauerte bis 1340, allerdings konnte sie bereits 1283 geweiht werden und lediglich die Fertigstellung der beiden Türme dauerte dann noch 57 Jahre.
In der Kirche befinden sich noch heute die Gebeine von Paul von Hindenburg und seiner Frau, die Ende des Zweiten Weltkrieges hierher umgebettet wurden. Ein weiteres, bedeutendes Kulturgut ist der Elisabethschrein.
Die Gebeine der Heiligen Elisabeth befinden sich nicht mehr in der Kirche. Landgraf Philipp ließ sie 1539 entfernen, um die Pilger aus seiner Stadt zu vertreiben.
Am Fuße der Marburger Altstadt gelegen, ist die Elisabethkirche auch heute eine der größten Touristenattraktionen Marburgs. Anläßlich des 800 Geburtstages der Heiligen Elisabeth von Thüringen wird im Jahr 2007 in Marburg das Elisabeth-Jahr gefeiert. |
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Das Marburger Schloß - erste Residenz des Landgrafen
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 Das Landgrafenschloß - Baubeginn ca. ab Jahr 1.000 Unübersehbar für jeden Besucher aus Nord oder Süd verleiht das Marburger Schloß dem Stadtbild am Berg seine krönende Silhouette und ist damit auch das optische Wahrzeichen der Stadt geworden. Baubeginn der ursprünglichen Grundmauern war um das Jahr 1.000 und das heutige Schloß wurde in den Anfängen zunächst als Burg gebaut. Erst im späten 13. Jahrhundert, als die Burg zur hessischen Residenz umgebaut wurde, formte sich langsam das Bild es heutigen Schlosses. Bis ins 15. Jahrhundert hinein wurden Anbauten hinzugefügt und selbst im 20. Jahrhundert gab es noch kleinere, bauliche Veränderungen.
Erste Burgherren waren wohl im 11. Jahrhundert die Gisonen, im 12. und 13. Jahrhundert war das Schloß dann Sitz der Thüringer Landgrafen, und ab Ende des 13. Jahrhunderts nach hessisch-thüringischen Erbfolgestreit Sitz mehrerer hessicher Landgrafen; der Bekannteste war wohl Landgraf Philipp, der auch die Marburger Universität gründete.
Das Schloß ist nur 10 Minuten vom Marktplatz entfernt, wenn man gut unterwegs ist, denn der Fußweg ist recht steil. Dafür wird man oben angekommen mit einem fantastischen Ausblick über die Stadt belohnt. |
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